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Rote Fahnen

100 Jahre Novemberrevolution 1918

Eine Ausstellung der CGT Alsace (Elsaß) und des DGB Südhessen
Une exposition de CGT Alsace et de DGB Hesse Sud

Die Rote Fahne ist das Symbol der internationalen Gewerkschaftsbewegung. Sie steht für soziale Gerechtigkeit und sozialen Fortschritt, für Frieden, Völkerfreundschaft und internationale Solidarität.
Mit der Ausstellung „Rote Fahne - 100 Jahre Novemberrevolution 1918" wollen die Partnergewerkschaften CGT Alsace (Elsaß) und der DGB SüdHessen ihre Zusammenarbeit ausbauen und vertiefen. Die europäische und internationale Zusammenarbeit der Gewerkschaften ist unverzichtbar, um hart erkämpfte soziale Rechte zu verteidigen und auszubauen. Der Globalisierung des Kapitals muß die Globalisierung der gewerkschaftlichen Solidarität entgegengesetzt werden. Der Erste Weltkrieg (1914-1918) war ein imperialistischer Krieg, für den die kaiserlich-deutsche Reichsregierung, die den Krieg auslöste, die Hauptverantwortung trägt. Dem Krieg ging ein mörderischer Rüstungswettlauf der Großmächte voran.

Millionen Soldaten verbluteten auf den Schlachtfeldern, Millionen Zivilisten fielen Krieg, Hunger und Seuchen zum Opfer. Die Schlachten bei Verdun und an der Somme sind Symbole für das grauenvolle Massenmorden im Stellungskrieg. Für ein paar Meter Geländegewinn wurden bedenkenlos hunderttausende Menschenleben „verheizt". Der Weltkrieg, vor dem Sozialisten wie Jean Jaures, August Bebel und Rosa Luxemburg vergeblich gewarnt hatten, war schreckliche Wirklichkeit geworden.
Im Jahr 1917 meuterten weite Teile der französischen Armee gegen den Krieg. Die Februar-Revolution 1917 in Rußland führte zur Abdankung des Zaren, die Oktober-Revolution beendete den Krieg im Osten.
Die Revolution der Arbeiter und Soldaten im Jahr 1918 war eine Auflehnung gegen Krieg, Hunger, Elend und Unterdrückung, für eine durchgreifende Demokratisierung der Gesellschaft, für bessere Lebensbedingungen und soziale Rechte. Auf den deutschen Kriegßchiffen hatte sich seit langem eine kriegsmüde und kriegsfeindliche Stimmung ausgebreitet. Die schwimmenden Festungen des Kaisers, die die Matrosen „schwimmende Gefängnisse" und „stählerne Särge" nannten, waren ein Abbild der wilhelminischen Klaßengesellschaft: oben das adlige und gutbürgerliche Seeoffizierskorps, ganz unten die Matrosen und Heizer. Während die Mannschaften hungerten, wurde in den Offizierskasinos auch im Krieg festlich getafelt.
Der Aufstand der Matrosen richtete sich gegen den Hunger, die brutale, menschenunwürdige Behandlung der Mannschaften durch arrogante Offiziere und gegen die endlose Fortsetzung des bereits verlorenen Krieges.
Der Aufstand der Matrosen der deutschen Kriegsflotte im Oktober und November 1918 leitete das Ende des Ersten Weltkrieges ein. Mit der Novemberrevolution 1918 wurde das Kaiserreich hinweggefegt. Der Kaiser und 22 Könige, Großherzöge und Fürsten wurden gestürzt und der Krieg beendet.

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