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Arbeiterbewegung als Weiterleben eines deutschen Modells

Konsequenzen, Einfluss auf die Bewegung in Elsass-Moselle, Weiterbestehen sozialer Rechte

Entstanden in der deutschen Ära, war die elässisch-lothringische Arbeiterbewegung sowohl in ihrer gewerkschaftlichen Organisation als auch politisch gut in die deutsche Arbeiterbewegung integriert und repräsentierte eine mächtige Kraft besonders unter den Mitgliedern. Der Großteil ihrer Führung waren Alt-Deutsche. Das Ende des Krieges und die Revolution warfen zwei wichtige Fragen auf.
Die Wiedereingliederung nach Frankreich führte zum freiwilligen oder erzwungenen Abzug vieler deutscher Kämpfer der Arbeiterbewegung und schwächte vorübergehende die Leitung der Bewegung. Eine andere Schwierigkeit war, dass die verbliebenen gewerkschaftlichen Kämpfer, um ihren Platz in der französischen Arbeiterbewegung einzunehmen, die französische Sprache nicht gut beherrschten. Die Tendenz zur Autonomie, die sich später entwickelte, hat hier ihre Wurzeln.

Die brutale Auflösung der Arbeiter- und Soldatenräte

Dem Marschall Foch wurde es als sehr notwendig aufgegeben, französische Militäreinheiten unmittelbar in jedem der wichtigen Industriezentren zu stationieren. Alle Agitatoren und insbesondere die Agitatoren deutschen Ursprungs werden sofort ausgewiesen. Diese Operation muss ohne Verzögerung durchgeführt werden. Eine allgemeine Kontrolle der Belegschaften wird in Metz installiert, die ihre Aktivitäten über alle Fabriken, die Eisenverarbeitung, die mechanischen Industrie und die Minen ausüben wird. Ebensolche Kontrollstellen werden in Strasbourg und in Colmar oder Mulhouse eingerichtet.
(Mitteilung des Generals Lecomte vom 24. November 1918 an den Chef der Truppen im Nord-Ost-Staat — AD BR ALI 4045)

Die Hoffnung auf Emanzipation wird trotz allem in den Menschen jenigen verankert bleiben, die
«den Sozialismus und die Revolution» wollten.

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