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Die Wiedereingliederung Elsaß-Lothringens nach Frankreich

Zwischen dem 17. und dem 22. November 1918 werden die französischen Soldaten nach 4 Jahren Krieg und deutscher Militärdiktatur mit Enthusiasmus von den Elsaß-Lothringern empfangen. Dieses „Aufblühen der Trikolore" bestätigt sich Anfang Dezember 1918 anlässlich der Reise des Staatspräsidenten Poincaré und des Ministerpräsidenten Clemenceau, die diesen enthusiastischen Empfang von nun an als Volksabstimmung betrachteten.
Unterdessen bahnt sich eine Missstimmung an, obwohl Frankreich durch die Stimme Joffres versprochen hatte „Respekt vor Euren Freiheiten, vor den elsässischen Freiheiten, vor Euren Traditionen, vor Euren Überzeugungen...". Es werden „Triage-Kommissionen" eingerichtet, die zu entscheiden hatten, wer als Alt-Deutscher auszuweisen und wer bleiben konnte. Der Zwang zur französischen Sprache, ein aus Zeiten Napoléons stammendes Konkordat mit Sonderrechten für Kirchen und die Gefahr für soziale Rechte nach der brutalen Auflösung der Arbeiter- und Soldatenräte verstimmen viele Elsässer. Dies erzeugt nach dem Wahlsieg eines linken Bündnisses 1924 eine Autonomie-Bewegung. Diese tritt für schulische, sprachliche und religiöse Sonderrechte ein.

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