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Ursachen des Kriegs 1914 - 1918

Nationalismus — Imperialismus — Kolonialismus — Rüstungswahn

Unter den europäischen Staaten tat sich das Deutsche Reich besonders hervor: „Wir wollen einen Platz an der Sonne!", so der Kaiser. Das Deutsche Reich wollte international in derselben Liga mitmischen wie England, Frankreich und Rußland und raubte sich ein eigenes Kolonialreich zusammen. Die Gräuel in den Kolonien sollten einen Vorgeschmack geben auf den Krieg gegen die europäischen Nachbarn. In den Kolonien wurden die neu entwickelten Waffen auch von den anderen europäischen Mächten getestet: Maschinengewehre und Flugzeuge.

Sein Geltungsbedürfnis ließ Kaiser Wilhelm II. zu einem aggressiven Monarchen werden: Kanonenboote vor Marokko gegen Frankreich, Ausbau einer Kriegsflotte gegen England, Unterstützung des morschen Vielvölkerstaates Österreich- Ungarn gegen das zaristische Russland. Dies alles waren verschiedene Zünder, um die nach Ausdehnung und Macht gierenden Industriestaaten in Europa zur Explosion zu bringen. Seit etwa 1905 diskutieren die europäischen Sozialisten, ob man sich gegen die Kriegsgefahr mit einen Massenstreik wehren solle. Hiergegen und gegen die internationale Friedensbewegung wurde eine perfide Unterdrückungsmaschine in Gang gesetzt: Die Opponenten der Kriegstreiber wurden als Vaterlandsverräter verfolgt.

Dennoch ist in ihnen der Keim der revolutionären Kräfte zu sehen, die 1918 das morsche Kaisertum und sein feudalistisches Herrschaftssystem beendeten.
Für das Treiben der „alldeutschen" Vaterlandsverteidiger ein Beispiel: Im Jahre 1913 versicherte ein Leutnant im elsässischen Zabern einem Rekruten, für das Niederstechen eines „Wackes" (Schimpfwort für Elsässer mit der Bedeutung „Strolch") werde er nicht bestraft, sondern mit 10 Mark belohnt. Gegen eine Demonstration Zaberner Bürger ging das deutsche Militär mit gezogenen Waffen vor.

Zur Friedensbewegung mehrere Jahrgänge von „Die Waffen nieder!"
Zur „Zabern-Affäre"

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